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STRESSPROPHYLAXE

Stress wurde üblicherweise nur als Zeit- oder Leistungsdruck verstanden. Wir vom Institut für Stressprophylaxe und Salutogenese (ISS) verstehen Stress aber als Ausschüttung von Stresshormonen und stellen die Frage, in welchen Situationen es zu Adrenalinstößen, Cortisolüberflutungen oder Absinken des Dopaminspiegels und damit in der Folge zu Fehlhandlungen, psychosomatischen Symptomen oder gar Burn Out Syndrom kommt.

Unsere Forschungen haben dazu klar aufgezeigt: Stress entsteht vor allem, wenn man sich einer Situation nicht gewachsen, d. h. unterlegen fühlt und versucht, mittels Überkompensation (Gewalt) oder Verleugnung das Selbstideal aufrecht zu erhalten. Dazu zählen auch Situationen der Demütigung, des Verlusts der Selbstbestimmung und der Niederlage.

Stressprophylaxe besteht vor allem in einer gewaltverzichtenden Kommunikation – vor allem in Situationen, die sich bereits in Richtung Kampfgeschehen aufladen.

Im Sinne der bekannten drei so genannten Rogers-Kriterien

können unterschwellige wie auch akute Kampfangebote in beziehungspädagogischer Wirksamkeit vermieden oder mediatorisch allparteilich aufgelöst werden.

Die neuen Bildungstechnologien können in Zukunft verstärkt genutzt werden, um die reine Wissensvermittlung ökonomischer durchzuführen bzw. von der Schülerschaft selbstbestimmt und eigenverantwortlich erarbeiten zu lassen. Schon heute holen sich sehr viele junge Menschen ihr Wissen und Verhalten primär aus dem Internet (und nicht von den – abwesenden oder überforderten – Eltern). Solche innovativen Unterrichtsformen lassen Raum für kritische Reflexion des Gelernten wie auch – was immer wichtiger wird – die Vermittlung sozialer Kompetenzen durch menschliches Vorbild und Übung in Gemeinschaft. Genau hier liegt auch die Chance, die Berufstätigen der Zukunft auf interkulturelle Zusammenarbeit statt internationalen oder auch nationalen Verdrängungswettbewerb aus Anfeindungslust vorzubereiten.

Roman A. Perner, Dipl. Mediator, Dipl. Lebens- u. Sozialberater
Matzen, 30-11-2009

 

 

Literatur

Rotraud A. Perner (Hg.), Was wirklich stresst
aaptos 2005

Rotraud A. Perner, Darüber spricht man nicht
Tabus in der Familie. Das Schweigen durchbrechen. Kösel 2008