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„An allem habe ich Schuld“

„Niemand lobt mich, aber wenn es Probleme gibt, so wird oftmals mir die Schuld daran gegeben!“

Vielleicht kennen auch Sie manchmal dieses Gefühl?

Nun, dann würde ich Ihnen gerne die Frage stellen:

„Wie machen Sie das?“
(An allem die Schuld zu haben, für alles verantwortlich zu sein?)

Oftmals ist es nicht nur eine Frage der äußeren Zuschreibung, sondern ein inneres Gefühl der inneren Verantwortlichkeitsbereitschaft.
Ich möchte dies an einem Beispiel verdeutlichen:
Ein Haus wird renoviert: Böden, Wände, Heizung, Badezimmer, Küche; sie sind Fliesenleger – ihr Auftrag sind Fliesarbeiten im Badezimmer und Küche. Sie haben ihre Arbeit aufgenommen und liegen gut in der Zeit. Allerdings können sie im Badezimmer die Zierbordüre noch nicht verlegen, da der Kunde diese noch nicht ausgewählt hat. Beim Zuschneiden haben Sie 3 Fliesen zerbrochen. Die Bodenleger sind noch nicht erschienen, der Maler hat in 2 Räumen nicht im gewünschten Farbton gestrichen. Bei der neuen Küche gibt es Lieferschwierigkeiten. Außer Ihnen ist im Moment niemand im Haus. Der Hausbesitzer kommt. Er sieht, was alles schiefgegangen ist, oder noch nicht erledigt wurde und macht ihnen Vorwürfe. Wie werden Sie sich verhalten?

Sinnvoll ist es, die Vorwürfe zu sortieren: was gehört mir (zerbrochene Fliesen), wo liegen die Probleme in der Kooperation (Bordüre), wo liegt die Verantwortung nicht bei mir, bin ich der falsche Adressat, auch wenn gerade außer mir niemand da ist.

Was hier klar erscheint, ist im Kontext anderer Berufe (Lehrer) nicht immer so einfach – doch zumindest im persönlichen Anforderungsprofil sollte Klarheit bestehen.

Um dieses zu entwickeln, lade ich ein, die unterschiedlichen Aufgaben und Kompetenzen zu sortieren:

Ist der berufliche Alltag einmal geordnet, muss die so entstandene Klarheit nur aufrecht erhalten werden – das meint, das neue Aufgaben/Verantwortungen richtig eingeordnet werden müssen, und gegebenenfalls daran beteiligte Menschen/Organisationen über deren Rolle/Verantwortung informiert werden müssen, und darüber Einvernehmen hergestellt werden muss.
Bei laufenden Prozessen, bei denen dies nicht erfolgte, kann und sollte dies nachgeholt werden; Ziel dieses Vertrages ist die Vereinbarung eines gemeinsamen Zieles, an dem jedeR seine unterschiedlichen Aufgaben wahrnimmt und seine/ihre Verantwortung trägt.

Glücken diese Prozesse, so bin ich zwar nicht mehr alleine für alle Erfolge verantwortlich, ich teile mir aber auch ein mögliches Scheitern, bzw. wird vieles nicht auf mein Konto (weder Soll noch Haben) zu buchen sein, da Verantwortung und Kompetenz bei anderen liegen.

Nur wer alles selbst macht, für alles selbst verantwortlich ist (was in seinem System passiert) ,kann auch an allem Schuld tragen (sollen und müssen).
In einer „Kultur des Teilens“ (© Rotraud Perner) hat jedeR seinen/ihren Teil am Ganzen, findet entgegen der Isolation einzelner ein gemeinschaftliches Handeln statt, das jeder/m ermöglicht, seinen individuellen Platz in einem System einzunehmen, und die entsprechende Verantwortung zu übernehmen.

© Franz Babka, Dipl. Lebens- und Sexualberater

 


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